Was sehen wir – und was bleibt unserem Blick verborgen? Mit der Ausstellung „Veiled Worlds – Verschleierte Welten“ widmen sich die Künstlerinnen Chayenne Freitag, Nardin Moadel und Annelene Warnecke den Grenzen von Wahrnehmung, Realität und Imagination. Inspiriert von künstlerischen Strömungen wie Symbolismus und Surrealismus entstehen Werke, die den Blick auf verborgene Strukturen lenken und den Übergang zwischen Sichtbarkeit und Verhüllung ausloten.
Die Ausstellung ist Teil einer Ausstellungsreihe, die sich mit zeitgenössischen Strategien der Reflexion und Wahrnehmung auseinandersetzt. Unterschiedliche künstlerische Ansätze treffen aufeinander und eröffnen Räume für Assoziationen, Fragen und neue Perspektiven.
Drei Positionen – ein gemeinsames Thema
Chayenne Freitag – Known Ground
Mit ihrer installativen fotografischen Arbeit Known Ground verwandelt Chayenne Freitag den Ausstellungsraum in einen atmosphärischen Erfahrungsraum. Ausgangspunkt ist das Motiv des Waldes, das sie in vielschichtigen Bildkompositionen zwischen Wirklichkeit und Fiktion inszeniert. Die Fotografien entziehen sich einer eindeutigen Lesart – sie wirken zugleich vertraut und fremd, weder eindeutig Tag noch Nacht. So hinterfragt Chayenne Freitag die vermeintliche Objektivität des fotografischen Bildes und lädt dazu ein, den eigenen Blick immer wieder neu zwischen Realität, Konstruktion und Imagination zu verorten.
Nardin Moadel – Schattenfeld 01–06
Die Reihe Schattenfeld 01–06 verbindet Malerei, Material und räumliche Wahrnehmung zu ausdrucksstarken Mixed-Media-Arbeiten. Farben, Strukturen und unterschiedliche Oberflächen überlagern sich zu vielschichtigen Bildräumen, die je nach Standpunkt neue Eindrücke entstehen lassen. Geprägt von ihrer Ausbildung im Objektdesign und Bühnenbild entwickelt Nardin Moadel Arbeiten, in denen Sichtbares und Verborgenes miteinander in Beziehung treten. Es entstehen Kompositionen, die zum genauen Hinsehen einladen und den Dialog zwischen Materialität, Licht und Raum erfahrbar machen.
Annelene Warnecke – Residual
Annelene Warnecke kombiniert Cyanotypien, fotografische Überlagerungen und Wassertransfer-Techniken zu experimentellen Bildwelten. Pflanzen und Landschaften bilden den Ausgangspunkt, werden jedoch durch Überlagerungen und Fragmentierungen in neue Zusammenhänge gesetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bilder Bedeutung erzeugen und weshalb manche Motive unsere Aufmerksamkeit fesseln, während andere unbeachtet bleiben. Ihre Arbeiten eröffnen einen sensiblen Blick auf verborgene Realitäten und die Mechanismen des Sehens und Bewertens.
Preview und Matinée
Den Auftakt bildet die Preview am Samstag, 4. Juli 2026, von 15 bis 20 Uhr im Rahmen der Offenen Ateliers Dortmund. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Ausstellung bereits vor der offiziellen Laufzeit zu entdecken, mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen und Einblicke in den Entstehungsprozess der Arbeiten zu erhalten.
Am Sonntag, 5. Juli 2026, um 11 Uhr findet eine Matinée mit Künstlerinnengespräch statt. Gemeinsam mit Dr. Markus Heber sprechen die Künstlerinnen über ihre Werke, ihre Arbeitsweisen und das gemeinsame Ausstellungskonzept. Im Anschluss kann die Ausstellung bis 18 Uhr im Rahmen der Offenen Ateliers besucht werden.
Parallel zu Veiled Worlds präsentieren Johannes Schriek und Claudia Quick im Obergeschoss des Atelierhauses Arbeiten zum Thema „Shrouded Realities“.
Alle Infos auf einen Blick
Ausstellung: 4. Juli bis 3. August 2026
Preview: Samstag, 4. Juli 2026, 15 - 20 Uhr
Matinée mit Künstlerinnengespräch: Sonntag, 5. Juli 2026, 11 Uhr
Öffnungszeiten:
4. Juli: 15 - 20 Uhr
5. Juli: 11 - 18 Uhr
anschließend montags und dienstags 12 - 14 Uhr sowie sonntags 11 - 13 Uhr
Ort:
Kunstort Ruhr
Humboldtstraße 47
44137 Dortmund
Der different e.V. unterstützt die Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung. Die Ausstellung sowie der different e.V. werden vom Kulturbüro der Stadt Dortmund gefördert.


